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Über

"Musik ist mein Leben!" So oder so ähnlich würde wohl der Titel meiner Autobiographie lauten, wenn ich einmal eine veröffentlichen würde. Doch leider bin ich weder ein Jimi Hendrix noch ein Keith Richards. Dafür weiß ich aber wie die beiden, was gute Musik und ein exzellentes Gitarrensolo bedeuten. Und letzteres kann ich sogar mehr oder weniger gut selbst spielen. 

Über meine Mutter, eine ambitionierte Musiklehrerin, und deren Musikstunden ebenso wie meine Garagenband kam ich aber niemals hinaus. Sei es aufgrund mangelnden Glücks oder mangelnder Fähigkeiten. Deshalb entschied ich mich ganz einfach, die Musik theoretisch zu erlernen und ein Musikstudium aufzunehmen, was ich hoffentlich bald erfolgreich abschließen werde. Bislang sieht alles ganz danach aus. 

Auf meinem Blog lade ich euch dazu ein, Aktuelles und Vergangenes aus der Musikszene mitzuverfolgen, euren eigenen Senf dazuzugeben und etwas mehr von Maries Welt kennen zu lernen. Und ja, diese Marie bin ich. Also Ohren und Augen auf!


Alter: 22
 



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Blog

Von Worksongs zum Free Jazz

Die Wurzeln der Jazz-Musik begründen sich aus zwei historischen Begebenheiten: der Sklaverei in den US-amerikanischen Südstaaten und den europäischen Einwanderern. Während die Sklaven bei ihrer Arbeit auf den Farmen der weißen Sklavenhalter sich den Alltag durch ihren christlichen Glauben und die Liebe zur Musik vereinfachten, kreierten sie ihre eigenen Musiken: den Gospel und die rhythmischen Worksongs. Etwa zur gleichen Zeit, am Ende des ausgehenden 19. Jahrhunderts, brachten europäische Einwanderer ihre Musikstile in die USA mit. Aus der europäischen Marschmusik und dem afroamerikanischen Rhythmusgefühl entwickelte sich letztlich der Ragtime, der neben dem Blues eine der beiden Urformen des Jazz ist. Zwischen 1890 bis zum Beginn des ersten Weltkrieges war der Ragtime die beliebteste Musik in den Vereinigten Staaten, dessen bekannteste Interpreten Scott Joplins und Tom Turpin waren.


Aus dem Blues und dem Ragtime entstand in Lousiana der New Orleans Jazz, der als erster echter Jazz wahrgenommen wurde. Typische Merkmale waren die Kollektivimprovisation, die Breaks und die Trompete als Hauptinstrument. Der erste bekannte Interpret dieses neuen Musikstils, der sich schnell nach Chicago, Illinois und New York City ausbreitete, war Buddy Bolden. Auch Louis Armstrong, der wohl talentierteste Jazztrompeter seiner Zeit spielte den New Orleans Jazz, noch lange nachdem dieser bereits durch andere Jazzarten verdrängt wurde. In den 1950er Jahren erlebte er aber in den Nachtclubs ein Revival.


Da Bands infolge der Rassentrennung nach ihrer Hautfarbe untergliedert waren, bildete sich in New Orleans eine zweite, ursprünglich weiße Jazz-Richtung heraus: der Dixieland. Die Spieler-Formation bestand dabei aus einer Melodiegruppe mit Trompete oder Kornett, Klarinette und Posaune sowie einer Rhythmusgruppe mit Schlagzeug, Piano, Kontrabass oder Tuba und Banjo oder Gitarre. Ähnlich wie beim New Orleans Jazz ist auch hier die Kollektivimprovisation ein Stilmerkmal, wobei die Musiken wesentlich glatter, technisch versierter und harmonisch reiner klingen. Im Laufe der Zeit splittete sich der Dixieland in drei Hauptströmungen auf, die sowohl von weißen als auch afroamerikanischen Künstlern gespielt wurden: den Chicago Style, den West Coast Revival und den New Orleans Traditional.


Von New Orleans aus entwickelte sich durch junge Musiker und Amateure angestoßen der Chicago Jazz, bei dem erstmalig das Saxophon als Instrument zum Einsatz kommt. Besonders das Yamaha Saxophon etablierte sich in den nächsten Jahrzehnten zu einem der besten und begehrtesten Musikinstrumente dieser Art. Charakteristisch ist beim Chicago Jazz die starke Betonung der einzelnen Soli und der gewissen Zurückhaltung beim Spiel. Neben dem Saxophon gehörten nun der Bass und die Gitarre zum festen Musikerensemble.


Die wohl populärste Musikrichtung des Jazz ist der Swing, der die Goldenen Zwanziger Jahre begleitete und über die Nachkriegsprobleme hinwegtäuschte. Aufgrund der wirtschaftlichen Krise schlossen sich die Musiker in Big Bands zusammen, da sie als Solokünstler nicht über die Runden kamen. Besondere Bedeutung erlangten vor allem der Kansas City Jazz und der Western Swing. Während der Kansas City Jazz sich sehr stark am Blues orientiert und auf eindringliche Riffs der Bläser setzt, hat der Western Swing seinen Ursprung gleichermaßen im Swing als auch in der Country-Musik. Etwa zeitgleich bildete sich in Europa der Gipsy Jazz heraus, dessen erfolgreichster Vertreter der Belgier Django Reinhardt war.


Mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges kam es zur Herausbildung des Bebops, der die Basis für den Modern Jazz legte. Stilmerkmale sind neben den komplexeren Harmonien auch die flatted fifth, die sogenannte dritte Blue Note, die harte und hektische Spielweise sowie fehlenden Riffs. Zusätzlich zum Klang und zur Melodik änderte sich die Art des Musizierens. Big Bands waren nicht mehr angesagt, sondern man kehrte zur traditionellen Combo zurück, bei der Saxophon und Trompete unisono spielten. Teilweise wurde der Bebop mit dem Swing gemischt, was als Mainstream Jazz vermarktet wurde.


Ab 1947 entwickelten sich zwei weitere bedeutende Jazzstile heraus: der Latin und der Cool Jazz. Während die erstgenannte Modern Jazz Variante durch eine starke Rhythmik und virtuose Melodien geprägt war, die besonders durch die brasilianische Popularmusik beeinflusst wurde, war der Cool Jazz sehr introvertiert und zurückhaltend. Daher stammt auch der Namenszusatz „cool“, der die eher dunkle und tiefgründige Seite dieses New Yorker Nachtclubjazz betont. Ein bedeutender Pionier dessen war Lennie Tristano.


In den späten 1950er Jahren deuteten sich weitere, freiere Spielweisen an, bei denen sich die Solisten zum Teil von der vorgegebenen Jazzharmonik lösten und eigene Interpretationen entwickelten. Dieser Free Jazz erhielt seinen Namen durch eine gleichnamige Platte des Quartetts Ornette Coleman. Charakteristika sind nur schwer zu bestimmen, da dieser Jazz-Stil sehr heterogen war. Grundsätzlich ist aber festzuhalten, dass die Aufhebung der harmonischen Tonalität, die freie Rhythmik und die Einflüsse aus den verschiedensten Stilrichtungen für die meisten Musiker und Gruppen des Free Jazz zutreffend sind.


Auch noch heute sind Entwicklungen auf dem Gebiet des Jazz beobachtbar, wobei mittlerweile durchaus andere Musikrichtungen, etwa die Pop- und Rockmusik, bei der breiten Masse durchaus beliebter sind. Weitere Infos dazu findet man
hier.
16.7.16 02:21


Musikexkurs: Indische Musik

Eine der wohl interessantesten Musikstile ist die indische Musik, die sich grob in drei Hauptströmungen einteilen lässt: die klassische, die volkstümliche und die Popmusik. Für alle Bollywood-Fans am bekanntesten ist die Popmusik, wie man sie in den Bollywoodfilmen hört. Diese kultigen und alltäglichen Hits sind gerade bei den jungen Indern sehr beliebt – und regen die Kinobesucher regelmäßig zum Mittanzen und Mitsingen an. Religiös inspiriert und regional extrem unterschiedlich ist die volkstümliche Musik in Indien, die vor allem vor Tempeln, zu großen Festivitäten, etwa zu Holi oder Diwali, und auch zu privaten Familienfeiern gespielt wird.Unter der klassischen Musik werden zwei Strömungen unterschieden: die karnatische Musik Südindiens und die hindustanische Musik Nordindiens. Während die karnatische Musik sehr melodisch und rhythmisch klingt, wurde die hindustanische Musik stark von den persischen Eroberern beeinflusst. So bestehen die Musiken zu großen Teilen aus Improvisationen und spezifischer Ornamentik. Grundsätzlich erlaubt die klassische Musik nur ein Melodieinstrument, indem der Solist im zeitlichen Verlauf die Melodie und das Raga, also die Struktur, selbst entwickelt. Ein Dialog existiert dabei nur mit dem Rhythmusinstrument, das in Nordindien vor allem die Tabla oder das Pakhawaj ist. In Südindien gelten die Mridangam oder der Ghatam als meist genutzte Perkussionsinstrumente. Die Rhythmik ist dabei aber keineswegs der Melodie untergeordnet. Vielmehr ergänzen sich die Instrumente und entwickeln gemeinsam die Musik aktiv mit. In aller Regel besteht die klassische indische Musik aus einem Melodieinstrument oder einer Vokalstimme, zwei Perkussionsinstrumenten und eventuell einem Harmonum.Nicht nur die Musik an sich und die Musikinstrumente sind grundlegend different zur westlichen Kultur, sondern auch die mikrotonale Struktur. Während in unserer Notation das Oktavensystem vorherrscht, unterscheidet man in Indien gemäß des Shrutis 66 mikrotonale Abstufungen gleicher Frequenzabstände, die sowohl Halb-, Viertel- als auch Ganztöne umfassen. Alternativ wird das System aus 22 Töne reduziert. Analog zum Oktavensystem werden Musiken in Indien auch durch das Sargam Syllables abgebildet, wobei eigene Tonsilben verwendet werden.
15.7.16 02:19


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