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Musikexkurs: Indische Musik

Eine der wohl interessantesten Musikstile ist die indische Musik, die sich grob in drei Hauptströmungen einteilen lässt: die klassische, die volkstümliche und die Popmusik. Für alle Bollywood-Fans am bekanntesten ist die Popmusik, wie man sie in den Bollywoodfilmen hört. Diese kultigen und alltäglichen Hits sind gerade bei den jungen Indern sehr beliebt – und regen die Kinobesucher regelmäßig zum Mittanzen und Mitsingen an. Religiös inspiriert und regional extrem unterschiedlich ist die volkstümliche Musik in Indien, die vor allem vor Tempeln, zu großen Festivitäten, etwa zu Holi oder Diwali, und auch zu privaten Familienfeiern gespielt wird.Unter der klassischen Musik werden zwei Strömungen unterschieden: die karnatische Musik Südindiens und die hindustanische Musik Nordindiens. Während die karnatische Musik sehr melodisch und rhythmisch klingt, wurde die hindustanische Musik stark von den persischen Eroberern beeinflusst. So bestehen die Musiken zu großen Teilen aus Improvisationen und spezifischer Ornamentik. Grundsätzlich erlaubt die klassische Musik nur ein Melodieinstrument, indem der Solist im zeitlichen Verlauf die Melodie und das Raga, also die Struktur, selbst entwickelt. Ein Dialog existiert dabei nur mit dem Rhythmusinstrument, das in Nordindien vor allem die Tabla oder das Pakhawaj ist. In Südindien gelten die Mridangam oder der Ghatam als meist genutzte Perkussionsinstrumente. Die Rhythmik ist dabei aber keineswegs der Melodie untergeordnet. Vielmehr ergänzen sich die Instrumente und entwickeln gemeinsam die Musik aktiv mit. In aller Regel besteht die klassische indische Musik aus einem Melodieinstrument oder einer Vokalstimme, zwei Perkussionsinstrumenten und eventuell einem Harmonum.Nicht nur die Musik an sich und die Musikinstrumente sind grundlegend different zur westlichen Kultur, sondern auch die mikrotonale Struktur. Während in unserer Notation das Oktavensystem vorherrscht, unterscheidet man in Indien gemäß des Shrutis 66 mikrotonale Abstufungen gleicher Frequenzabstände, die sowohl Halb-, Viertel- als auch Ganztöne umfassen. Alternativ wird das System aus 22 Töne reduziert. Analog zum Oktavensystem werden Musiken in Indien auch durch das Sargam Syllables abgebildet, wobei eigene Tonsilben verwendet werden.
15.7.16 02:19
 
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